Die Content-Schreiberei für Einsteiger
Die Content Textschreiberei!
Leitfaden für Einsteiger
Ein reicher und weiser Mann sagte einmal zu mir, merke: „Was am Anfang ganz leicht geht, wird zum Ende ganz schwer und was am Anfang schwer geht, wird zum Ende immer leichter.“ Da steckt schon viel Lebensweisheit drin, nur gibt es auch eine Menge berufstätiger Menschen, die sich das Leben besonders schwer machen, obwohl es viel leichter geht. Zum Beispiel mit der Text-Schreiberei.
Interessante Texte schreiben:
Man muss auch nicht unbedingt Dan Brown (Schriftsteller) heißen, um einen SEO-Text zu schreiben. Es gibt mittlerweile verschiedene Content-Firmen, die offenbar in der freien Wirtschaft auch nicht gerade erfolgreich waren und es nun vorgezogen haben, andere für sich arbeiten zu lassen. Die Sache hat nur einen Haken, ich finde nur gute Mitarbeiter, wenn ich auch selbst gut bin. Eine Content-Firma zu gründen ist recht einfach, da ja seinerzeit Textbrooker die Weichen dafür gestellt hat und jetzt nur noch abgekupfert werden musste. Ein wichtiger Mann ist allerdings der Programmierer, aber da wird es auch genug von geben. Es ist eben alles nur eine Frage des Preises!
Genau so verhält es sich auch mit der Bezahlung von SEO-Texten. Bei über 40 Millionen Bundesbürger über 14 Jahre täglich im Internet, sollte sich da auch der eine oder andere Schreiberling finden lassen, der mit der miesen Bezahlung sein Ansehen verschenkt. Dafür sorgt schon die Einstufung, welche sich je nach der Schreibqualität von 2 bis 5 richtet. Dementsprechend wird ein Text auf Stufe 2 auch wesentlich schlechter bewertet und bezahlt, als ein Text auf Stufe 4.
Bedenkt man jedoch, dass die Werbung einer Content-Firma sagt:“ Tägliche Auszahlung schon ab 10 Euro“, dann kann man sich ja auch ungefähr vorstellen, wer hier als Schreiberling infrage kommt. Ausgenommen Schüler und Studenten, da gehört das Wort „Ebbe“ zum täglichen Leben in der Schul- oder Studienzeit.
Die Kundenbewertung dieser Firmen:
Seid bloß nicht so dämlich und fallt auf die Sprüche irgendwelcher Pseudo-Autoren rein. Ich habe lange für Zeitungen gearbeitet und kenne die Seitenpreise.
Kein Autor, der von sich überzeugt ist, würde sich für 5 bis 10 Euro im Schnitt hinsetzen und einen Text schreiben. Es gibt sicherlich kleine Autoren mit einem eigenen Schreibbüro im Hinterhof, die vor Hunger nicht in den Schlaf kommen und aus der Not heraus auch noch für einen Parkgroschen einen Text schreiben.
Wie kann man mit der Content-Schreiberei sein Taschengeld ein wenig aufbessern?
Ich hatte noch fast vergessen, dass es unter den Schreiberlingen auch absolute Spitzenkandidaten gibt, die mit Internet-Recherche immer noch auf einen vierstelligen Betrag im Monat kommen. Für die gibt es natürlich nach oben kaum Grenzen. Ich kenne aber auch Leute, die von Bremen in 4 Stunden nach München fahren, allerdings weniger mit dem Auto sondern mehr mit dem Mund. Wenn man sonst nichts zu sagen hat!
Der Start in die Schreiberei:
Teste Deine Fähigkeiten und schreibe einen Text nach bestem Wissen und Gewissen. Dieser Probetext wird dann beurteilt und der Autor entsprechend seinen Fähigkeiten eingeschätzt.
Schon die Beurteilung ist ein schlechter Witz. Da arbeitet irgend so ein Mädel in einer kleinen Content-Bude abseits der großen Städte, die vorher vielleicht bei einer kirchlichen Beratung gearbeitet hat und wahrscheinlich froh ist, einen Job gefunden zu haben. Diese Dame, vielleicht auch mehrere bewerten die Texte mithilfe verschiedener Programme. Ohne Hilfsprogramm könnten sie wahrscheinlich nicht einmal ihrer Oma einen fehlerfreien Brief schreiben. Wer schlauer ist als die meisten Autoren wird sicherlich nicht in so einer Content-Schreibbude für relativ wenig Geld arbeiten, da würde mit Sicherheit eine andere Arbeitswelt mit wesentlich mehr Gehalt warten. Ähnlich verhält es sich mit den Kunden. In dem Autoren-Briefing schildert der Kunde seine Textvorgabe, die teilweise vor Fehler nur so trieft. Diese Leute bewerten dann bei Abgabe Deinen Text.
Bedenkt man einmal, dass die Kunden in der Regel ihr Programm kennen, ist es häufig logisch, dass so ein Autoren-Briefing recht schwammig und nicht transparent dargestellt wird, da der Autor den Kunden mit seiner Firma nicht kennt. Nun bräuchte der Autor den Text auch nicht schreiben, aber sicherlich ist die Durchschleusung vieler Schreiberlinge bei den Content-Agenturen über das Jahr so hoch, dass immer wieder neue Schreiberlinge ihr Glück mit Content –oder SEO- Schreiberei versuchen, trotz fehlender Praxis. Das Resultat spiegelt sich dann wieder in schlechten Bewertungen oder entsprechend vielen Änderungen, die sich in der Regel nicht lohnen, denn der Mehraufwand muss kostenlos erbracht werden. Egal wer recht hat. Selbst Annullierungen können sich negativ mit einer Herabstufung bemerkbar machen. Natürlich ist es nicht Sinn der Sache, wenn der Autor sich 5 Texte sichert und diese verstreichen lässt. Bedingt durch eventuelle Krankheiten, PC Problemen oder Internetproblemen kann so etwas schon mal passieren, es darf nur nicht die Norm sein, denn auch der Kunde wartet auf den Text.
Der Kunde besitzt aber hier einen Freibrief und kann schreiben was er will, bis hin zu falschen Keywörtern. Es ist auch nicht verwunderlich, da der Respekt zum Autor fehlt. Frei nach dem Motto: „Gefällt mir der Text nicht, geht er zur Änderung zurück“. Wer so dämlich ist, für 2 bis 8 Euro (es kann auch mehr geben, was aber die Ausnahme ist), einen Text zu schreiben, der kann den Text auch noch ein zweites Mal schreiben, oder ändern. (Natürlich kostenlos). Ähnlich verhält es sich mit einem Zimmermädchen im Hotel. Sie kann die Perle des Hauses sein, für den Gast ist sie nur das Zimmermädchen, dementsprechend mies ist auch ihr Trinkgeld. Ich spreche aus Erfahrung. Genau so sehen viele Kunden die Content-Autoren ebenso auf niedriger Stufe, was nicht verwunderlich ist. Sie sehen sie einfach als Freibrief an. Über die man sich auch mal bei der Content–Agentur beschweren kann, wenn der Ton nicht stimmt, oder die Änderung nicht angenommen wird. Du wirst auch nicht erleben, dass die Content-Agentur einen Dialog zwischen dem Kunden und dem Autor sucht, was teilweise auch nachvollziehbar ist, denn es drängen immer mehr solcher Content-Vermittlungs-Firmen auf den Markt, da wird die Luft schnell dünn. Ohne guten Autor allerdings noch dünner! Das haben viele Agenturen nur noch nicht begriffen.
Jegliche Angaben von Dir kann jeder Kunde in Deinem Profil nachlesen.
Dazu gehört die Einstufung, geschriebene Texte, Annullierungen, Stornos und abgelehnte Texte.
Als Autor hast Du bei so einer Content-Firma nichts zu melden, der Kunde ist König und es wird immer zugunsten des Kunden bei einer Zwistigkeit entschieden. Noch schlimmer, die Führung einer solchen Firma ist teilweise von einer Arroganz umgeben, um von der eigentlichen Unfähigkeit und Unsicherheit abzulenken. Wo soll die Intelligenz im Management denn auch herkommen, wenn man es vorher nie zu etwas gebracht hat. (Ausnahmen mögen hier die Regel sein). Sollte sich dann einmal ein Kunde über den Autor beschweren, wird gleich mit Konsequenzen, Rückstufung oder Ausschluss gedroht. Eine Content-Agentur vergibt auch Siegel, nicht für besondere Fähigkeiten, sondern mehr für den braven Autor. Sollte dieser aber problematische Fragen stellen, wird das Siegel auch schnell wieder entzogen. „ Wer braucht schon ein Siegel, wenn er weiß was er kann“.
Einen Dialog zwischen beiden Parteien haben diese Pseudo-Typen in ihrem Leben nie kennengelernt. (Leider).
Regel Nummer 1, jeder macht seins!
Es gibt ein Sprichwort, welches lautet: Du musst Deinen Feind erst erkennen, bevor Du ihn besiegen kannst. Das passt auch auf die Schreiberei in Verbindung der anonymen Online-Kundschaft. Für einen Neuling in dem Geschäft ist es nicht einfach. In der Regel befindet sich auf der Startseite ein Feld mit Notiz.
Hier trägst Du von Anfang an genau ein, ob es sich hierbei um einen Neu- oder Altkunden handelt. Vermerke die geschriebenen Texte, inklusive der Beurteilung, Abnahmedauer und eventuelle Änderungen. Ein gutes Profil ist wichtiger als jeder in den Sand gesetzte Euro. Es wird immer Kunden geben, denen man es nicht recht machen kann. Kommt es hier zu einer Änderung, kontrolliere das Autoren-Briefing. Sind die Angaben dort schwammig, würde ich von einer Änderung Abstand nehmen. Manchmal fehlen wichtige Details für den Text in dem Autoren-Briefing, was erst bei näherer Betrachtung auffällt. Zu groß ist dann die Gefahr, dass dem Kunden auch die Änderung nicht gefällt und er den Text ablehnt. Das macht sich im Profil sehr schlecht. In dieser Zeit wartet vielleicht schon ein neuer Text mit einem neuen Kunden, wo die Verständigung besser klappt.
Auch den Text nicht annullieren, einfach die Abgabezeit verstreichen lassen, denn auch die Annullierung ist einsehbar. Mittlerweile annullieren die Firmen schon die Ablaufzeit, natürlich zuungunsten des Autors. Auffällig ist hier auch die Taktik der Änderung. Mit der Änderungsansage wartet der Kunde nicht lange. Das passiert meistens noch am selben Tag, dafür dauert die Abnahme dann entsprechend länger. Hast Du einmal mehrere Texte für einen zufriedenen Kunden geschrieben, biete ihm die Direct Order an, dann stimmt die Chemie zwischen beiden und der Verdienst, den Du selbst bestimmen kannst.
Wie erkenne ich den Kunden?
Wahrscheinlich wird sich schon eine gewisse Anzahl von Schreiberlingen auf einer Contentplattform tummeln. Es würde mit dem Teufel zugehen, wenn Du als Einziger mit dem Kunden Probleme hast, es wird auch noch andere Autoren geben die eine Zusammenarbeit mit dem Kunden ablehnen, wenn es noch andere Texte gibt.
Daher nicht gleich freuen, wenn da zum Wochenende wieder ein paar Texte drin stehen. Beobachte täglich die Plattform, dann wirst Du sehen, welche Texte im Prinzip nicht unbedingt schlecht sind, aber schon förmlich von der Plattform schreien: „Bitte erlöse mich.“ Hier sollte man dann auch die Finger davon lassen, das bringt nur Ärger und für das Kleingeld ist es die Mühe nicht wert.
SEO-Texte:
Ein ganz heißes Eisen. Stelle dir einmal vor, du schreibst deiner Oma einen Brief, in dem 10 bis 15 mal steht: „Onkel Hans ist krank“. Da würde sogar die 94 jährige Oma, denken, den Buben hat es jetzt erwischt.
Es gibt viele Neukunden, die von dem Geschäft nichts verstehen, weder von einer sinnvollen Textlänge noch von der Keyword-Anzahl. Sie verstehen wenn überhaupt nur ihr Geschäft. Hier treffen aber zwei Paar verschiedene Schuhe aufeinander. Ich kann schon in meinem Business gut sein, habe aber von Werbung und Texten keine Ahnung. Auf der anderen Seite ist die Online-Firma oder sonstige Firma so klein, dass sie sich keinen guten Texter leisten kann. Schon landen diese Leute bei einer Content-Firma und hoffen, mit billigen Texten bald in die Riege einer angesehenen Firma aufsteigen zu können. Bei einigen Kunden könnte man an der Art und Schriftform bei Änderungen auch leicht denken, es handelt sich hier um den Vorstandsvorsitzenden von Unilever. Man muss sich über diese Typen auch nicht ärgern, denn die Meisten sind auch rechtzeitig wieder verschwunden vom Markt der Content-Bühne.
Wenn eine Recherche im Internet über das Thema schon mehr als 4 Seiten lang ist, kann dabei nie ein guter Text mit einer Länge von 300 Worten herauskommen. Das führt unweigerlich zu einer Änderung.
Texte mit 10 verschiedenen Keywörtern in einer Anzahl von 10 bis 15 Mal pro Text können nie zu einem guten Text führen, der auch vom Kunden gelesen wird. In der Regel werden derart sinnlose Texte sofort weiter geklickt. Viele Kleinunternehmer haben aber noch nicht begriffen, dass der Kunde und nicht die Suchmaschine das Geld bringt. Daher ist auch die Fluktuation der Kunden in diesem Bereich sehr hoch. Studien haben ergeben, dass zum Beispiel eine Speisenkarten-Tafel mit 20 eng geschriebenen Speisenangeboten nicht den Mehrumsatz fördert. Eher zum Weitergehen anregt, da das menschliche Auge nur rund 30% der Speisen wahrnehmen kann und der Gast sich nicht so schnell für ein Gericht entscheiden kann. Ähnlich verhält es sich auch mit den SEO-Texten. Ein schlechter Text mit zu viel Keywörtern wird einfach weiter geklickt und nicht gelesen.
Es lohnt sich auch nicht, in irgendeiner Form die Content-Firma zu konsultieren. Wenn einer Firma ein 20 Euro Kunde wichtiger erscheint als ein guter Autor, ist es so ähnlich, als wenn Du deiner Katze das Sprechen beibringen willst. Es muss schon sehr schwierig sein, zu begreifen, dass der Kunde wenig nützt, wenn es keine guten Autoren gibt.
Man könnte jetzt meinen, dass bei der Abstufung von 2 bis 5 die unteren Kategorien nicht so wichtig sind. Daran erkennt man doch schon mal den Schwachsinn. Es mag ja richtig sein, dass auch einige Kleinunternehmer nur über ein schwaches Budget verfügen. Es ändert aber doch nichts an der Tatsache, dass der Text auf Stufe 2 oder 3 auch im Bereich der Grammatik und Rechtschreibung nach Möglichkeit fehlerfrei sein sollte.
Das scheint bei dieser Kategorie nicht so wichtig zu sein, es sei denn, der Kunde kann selbst keinen Text schreiben und nimmt den Text der unteren Kategorie nur als Vorlage. Das wäre noch verständlich, rechnet man allerdings dann den eigenen Einsatz hinzu, ist es sicherlich kaufmännisch billiger, den Text gleich auf Stufe 4 schreiben zu lassen. Mit einem billigen und fehlerhaften Text wird keiner seinen Umsatz fördern. Das mag vielleicht im Ausland funktionieren, wo die Übersetzungen sowieso zum Teil kaum verständlich sind, aber nicht im deutschsprachigen Raum. Dann lese ich Text für: „Wissenschaftliche Ausarbeitung“.
Hört sich ja gut an, aber für 14 Euro einen guten wissenschaftlichen Text zu schreiben, grenzt schon fast an eine Beleidigung für den Autoren. Auch hieran lässt sich die Einstellung vom Kunden zum Autor leicht erkennen.
Das wäre so ähnlich, als wenn der zwei Sterne Koch Volker Rosin bei mir einen Abend für 20 Euro kochen soll. „Kaum vorstellbar“.
Wenn Du alle diese Erfahrungswerte richtig einsetzt, wirst Du sicherlich dort nicht reich, aber für ein Mc Donald Menü zu zweit, wenn Du fleißig bist, wird es reichen. Du musst einfach nur einen Text nach diesen Kriterien schreiben, dann musst Du dich nicht ärgern und hast auch kaum Änderungen.
Jede sinnlose E-Mail mit der Content-Firma ist verlorene Zeit, in der Du schon einen neuen Text schreiben kannst. Auch wenn viele dieser Firmen es nicht wahr haben wollen, Sie sind nur Vermittler in diesem Spiel und bekommen dafür eine Provision. Du bist freier Schreiberling und niemand hat Dir etwas zu diktieren, oder zu bestimmen. Wenn Du erst einmal ein paar Texte geschrieben hast, wirst Du schnell merken, dass auch noch andere Aufgaben auf Dich warten.
Auszahlung ab 10 Euro am selben Tag?
Das wäre für mich schon ein Fall für einen Abmahnverein.
Gesetzt der Fall, Du hast am Mittwoch 10 € geschrieben. Der Text steht zur Abnahme am Donnerstag um 15:00 Uhr. In diesem Fall muss der Kunde den Text innerhalb von 3 Tagen annehmen.
Rein rechnerisch ergibt sich folgendes Muster: Donnerstag der erste Abnahmetag 15:00 Uhr, Freitag der zweite Abnahmetag. Sonn-und Feiertage zählen nicht, somit ist Montag 15:00 Uhr der dritte fällige Abnahmetag. Genau zu diesem Zeitpunkt wird Dir dann das Geld gutgeschrieben, wenn der Kunde den Text nicht schon vorher abnimmt. Rechnet man dann noch einmal zwei Tage für die Überweisung, denn es ist ja nicht sicher, dass der Betrag auch noch am Zahltag zur Bank überwiesen wird, so kommt man auf eine Laufzeit von mindestens 7 Tagen. Wer also schnell einmal als Schüler knapp bei Kasse ist und das Geld benötigt, wird in 7 Tagen wohl bei diesem System verhungert sein. Wenn Du natürlich 100 € auf dem Content-Konto zur Verfügung hast, kannst Du natürlich jeden Tag 10 € abrufen. Aber wer macht so was?
Wer glaubt, sich damit eine Existenz aufbauen zu können, würde wahrscheinlich mit betteln in einer Großstadt mehr verdienen. Bei einigen Schreiberlingen soll der Glaube ja auch Berge versetzen, daher die vermeintlichen Erfolge. Nur wenn ich in der Content-Schreiberei so gut bin, dass ich auf Beträge über 1000 Euro im Monat komme, würde diese intelligente Person „Typ Einstein“ sicherlich woanders 3000 € und mehr verdienen.
Fazit:
Wer nach diesem Muster sich ein paar Euro mit der Schreiberei verdienen möchte, macht keine Fehler. Im Gegensatz zu vielen anderen Geschäftsmethoden online im Internet, sind die Content-Firmen zumindest in finanzieller Hinsicht überaus korrekt. Das Geld ist sofort auf dem Konto und auch die Abrechnung gestaltet sich einwandfrei.
Alles im Leben hat seine Vor- und Nachteile, man muss sie nur kennen.
Es ist auch kein Problem sich bei verschiedenen Firmen kostenlos einzuloggen, um deren Format einmal zu testen. Du unterschreibst bei keiner Firma einen Vertrag und kannst jederzeit wechseln. Der Verdienst ist bei allen fast identisch.
Interessant ist, wenn Du ein bis zwei Probetexte schreibst und diese Texte den Content-Firmen zur Verfügung stellst. Zeichnen sich hier Unterschiede in der Bewertung ab, schreibst Du erst einmal für die Firma mit der besten Bewertung.
Auch wenn die Texte Dir nach der Bezahlung nicht mehr gehören, lege sie alle fein säuberlich ab. Die Texte, die Du nicht geändert hast, kann vielleicht mal ein anderer gebrauchen, da es immer noch dein Text ist. Der Rest lässt sich auch noch entsprechend verändern und wieder verwerten. Ein guter Koch schmeißt auch nichts weg! Der Rest wird mit der Zeit Routine.
Wenn Träume war werden, dann sicherlich nicht bei einer Content-Agentur.
Ich habe lange an dem Text gefeilt und denke, dass ich nichts Wesentliches vergessen habe.
Der Text soll auch keine Anklage sein, sondern lediglich ein Leitfaden für neue Autoren.
Leitfaden für Einsteiger
Ein reicher und weiser Mann sagte einmal zu mir, merke: „Was am Anfang ganz leicht geht, wird zum Ende ganz schwer und was am Anfang schwer geht, wird zum Ende immer leichter.“ Da steckt schon viel Lebensweisheit drin, nur gibt es auch eine Menge berufstätiger Menschen, die sich das Leben besonders schwer machen, obwohl es viel leichter geht. Zum Beispiel mit der Text-Schreiberei.
Interessante Texte schreiben:
Man muss auch nicht unbedingt Dan Brown (Schriftsteller) heißen, um einen SEO-Text zu schreiben. Es gibt mittlerweile verschiedene Content-Firmen, die offenbar in der freien Wirtschaft auch nicht gerade erfolgreich waren und es nun vorgezogen haben, andere für sich arbeiten zu lassen. Die Sache hat nur einen Haken, ich finde nur gute Mitarbeiter, wenn ich auch selbst gut bin. Eine Content-Firma zu gründen ist recht einfach, da ja seinerzeit Textbrooker die Weichen dafür gestellt hat und jetzt nur noch abgekupfert werden musste. Ein wichtiger Mann ist allerdings der Programmierer, aber da wird es auch genug von geben. Es ist eben alles nur eine Frage des Preises!
Genau so verhält es sich auch mit der Bezahlung von SEO-Texten. Bei über 40 Millionen Bundesbürger über 14 Jahre täglich im Internet, sollte sich da auch der eine oder andere Schreiberling finden lassen, der mit der miesen Bezahlung sein Ansehen verschenkt. Dafür sorgt schon die Einstufung, welche sich je nach der Schreibqualität von 2 bis 5 richtet. Dementsprechend wird ein Text auf Stufe 2 auch wesentlich schlechter bewertet und bezahlt, als ein Text auf Stufe 4.
Bedenkt man jedoch, dass die Werbung einer Content-Firma sagt:“ Tägliche Auszahlung schon ab 10 Euro“, dann kann man sich ja auch ungefähr vorstellen, wer hier als Schreiberling infrage kommt. Ausgenommen Schüler und Studenten, da gehört das Wort „Ebbe“ zum täglichen Leben in der Schul- oder Studienzeit.
Die Kundenbewertung dieser Firmen:
Seid bloß nicht so dämlich und fallt auf die Sprüche irgendwelcher Pseudo-Autoren rein. Ich habe lange für Zeitungen gearbeitet und kenne die Seitenpreise.
Kein Autor, der von sich überzeugt ist, würde sich für 5 bis 10 Euro im Schnitt hinsetzen und einen Text schreiben. Es gibt sicherlich kleine Autoren mit einem eigenen Schreibbüro im Hinterhof, die vor Hunger nicht in den Schlaf kommen und aus der Not heraus auch noch für einen Parkgroschen einen Text schreiben.
Wie kann man mit der Content-Schreiberei sein Taschengeld ein wenig aufbessern?
Ich hatte noch fast vergessen, dass es unter den Schreiberlingen auch absolute Spitzenkandidaten gibt, die mit Internet-Recherche immer noch auf einen vierstelligen Betrag im Monat kommen. Für die gibt es natürlich nach oben kaum Grenzen. Ich kenne aber auch Leute, die von Bremen in 4 Stunden nach München fahren, allerdings weniger mit dem Auto sondern mehr mit dem Mund. Wenn man sonst nichts zu sagen hat!
Der Start in die Schreiberei:
Teste Deine Fähigkeiten und schreibe einen Text nach bestem Wissen und Gewissen. Dieser Probetext wird dann beurteilt und der Autor entsprechend seinen Fähigkeiten eingeschätzt.
Schon die Beurteilung ist ein schlechter Witz. Da arbeitet irgend so ein Mädel in einer kleinen Content-Bude abseits der großen Städte, die vorher vielleicht bei einer kirchlichen Beratung gearbeitet hat und wahrscheinlich froh ist, einen Job gefunden zu haben. Diese Dame, vielleicht auch mehrere bewerten die Texte mithilfe verschiedener Programme. Ohne Hilfsprogramm könnten sie wahrscheinlich nicht einmal ihrer Oma einen fehlerfreien Brief schreiben. Wer schlauer ist als die meisten Autoren wird sicherlich nicht in so einer Content-Schreibbude für relativ wenig Geld arbeiten, da würde mit Sicherheit eine andere Arbeitswelt mit wesentlich mehr Gehalt warten. Ähnlich verhält es sich mit den Kunden. In dem Autoren-Briefing schildert der Kunde seine Textvorgabe, die teilweise vor Fehler nur so trieft. Diese Leute bewerten dann bei Abgabe Deinen Text.
Bedenkt man einmal, dass die Kunden in der Regel ihr Programm kennen, ist es häufig logisch, dass so ein Autoren-Briefing recht schwammig und nicht transparent dargestellt wird, da der Autor den Kunden mit seiner Firma nicht kennt. Nun bräuchte der Autor den Text auch nicht schreiben, aber sicherlich ist die Durchschleusung vieler Schreiberlinge bei den Content-Agenturen über das Jahr so hoch, dass immer wieder neue Schreiberlinge ihr Glück mit Content –oder SEO- Schreiberei versuchen, trotz fehlender Praxis. Das Resultat spiegelt sich dann wieder in schlechten Bewertungen oder entsprechend vielen Änderungen, die sich in der Regel nicht lohnen, denn der Mehraufwand muss kostenlos erbracht werden. Egal wer recht hat. Selbst Annullierungen können sich negativ mit einer Herabstufung bemerkbar machen. Natürlich ist es nicht Sinn der Sache, wenn der Autor sich 5 Texte sichert und diese verstreichen lässt. Bedingt durch eventuelle Krankheiten, PC Problemen oder Internetproblemen kann so etwas schon mal passieren, es darf nur nicht die Norm sein, denn auch der Kunde wartet auf den Text.
Der Kunde besitzt aber hier einen Freibrief und kann schreiben was er will, bis hin zu falschen Keywörtern. Es ist auch nicht verwunderlich, da der Respekt zum Autor fehlt. Frei nach dem Motto: „Gefällt mir der Text nicht, geht er zur Änderung zurück“. Wer so dämlich ist, für 2 bis 8 Euro (es kann auch mehr geben, was aber die Ausnahme ist), einen Text zu schreiben, der kann den Text auch noch ein zweites Mal schreiben, oder ändern. (Natürlich kostenlos). Ähnlich verhält es sich mit einem Zimmermädchen im Hotel. Sie kann die Perle des Hauses sein, für den Gast ist sie nur das Zimmermädchen, dementsprechend mies ist auch ihr Trinkgeld. Ich spreche aus Erfahrung. Genau so sehen viele Kunden die Content-Autoren ebenso auf niedriger Stufe, was nicht verwunderlich ist. Sie sehen sie einfach als Freibrief an. Über die man sich auch mal bei der Content–Agentur beschweren kann, wenn der Ton nicht stimmt, oder die Änderung nicht angenommen wird. Du wirst auch nicht erleben, dass die Content-Agentur einen Dialog zwischen dem Kunden und dem Autor sucht, was teilweise auch nachvollziehbar ist, denn es drängen immer mehr solcher Content-Vermittlungs-Firmen auf den Markt, da wird die Luft schnell dünn. Ohne guten Autor allerdings noch dünner! Das haben viele Agenturen nur noch nicht begriffen.
Jegliche Angaben von Dir kann jeder Kunde in Deinem Profil nachlesen.
Dazu gehört die Einstufung, geschriebene Texte, Annullierungen, Stornos und abgelehnte Texte.
Als Autor hast Du bei so einer Content-Firma nichts zu melden, der Kunde ist König und es wird immer zugunsten des Kunden bei einer Zwistigkeit entschieden. Noch schlimmer, die Führung einer solchen Firma ist teilweise von einer Arroganz umgeben, um von der eigentlichen Unfähigkeit und Unsicherheit abzulenken. Wo soll die Intelligenz im Management denn auch herkommen, wenn man es vorher nie zu etwas gebracht hat. (Ausnahmen mögen hier die Regel sein). Sollte sich dann einmal ein Kunde über den Autor beschweren, wird gleich mit Konsequenzen, Rückstufung oder Ausschluss gedroht. Eine Content-Agentur vergibt auch Siegel, nicht für besondere Fähigkeiten, sondern mehr für den braven Autor. Sollte dieser aber problematische Fragen stellen, wird das Siegel auch schnell wieder entzogen. „ Wer braucht schon ein Siegel, wenn er weiß was er kann“.
Einen Dialog zwischen beiden Parteien haben diese Pseudo-Typen in ihrem Leben nie kennengelernt. (Leider).
Regel Nummer 1, jeder macht seins!
Es gibt ein Sprichwort, welches lautet: Du musst Deinen Feind erst erkennen, bevor Du ihn besiegen kannst. Das passt auch auf die Schreiberei in Verbindung der anonymen Online-Kundschaft. Für einen Neuling in dem Geschäft ist es nicht einfach. In der Regel befindet sich auf der Startseite ein Feld mit Notiz.
Hier trägst Du von Anfang an genau ein, ob es sich hierbei um einen Neu- oder Altkunden handelt. Vermerke die geschriebenen Texte, inklusive der Beurteilung, Abnahmedauer und eventuelle Änderungen. Ein gutes Profil ist wichtiger als jeder in den Sand gesetzte Euro. Es wird immer Kunden geben, denen man es nicht recht machen kann. Kommt es hier zu einer Änderung, kontrolliere das Autoren-Briefing. Sind die Angaben dort schwammig, würde ich von einer Änderung Abstand nehmen. Manchmal fehlen wichtige Details für den Text in dem Autoren-Briefing, was erst bei näherer Betrachtung auffällt. Zu groß ist dann die Gefahr, dass dem Kunden auch die Änderung nicht gefällt und er den Text ablehnt. Das macht sich im Profil sehr schlecht. In dieser Zeit wartet vielleicht schon ein neuer Text mit einem neuen Kunden, wo die Verständigung besser klappt.
Auch den Text nicht annullieren, einfach die Abgabezeit verstreichen lassen, denn auch die Annullierung ist einsehbar. Mittlerweile annullieren die Firmen schon die Ablaufzeit, natürlich zuungunsten des Autors. Auffällig ist hier auch die Taktik der Änderung. Mit der Änderungsansage wartet der Kunde nicht lange. Das passiert meistens noch am selben Tag, dafür dauert die Abnahme dann entsprechend länger. Hast Du einmal mehrere Texte für einen zufriedenen Kunden geschrieben, biete ihm die Direct Order an, dann stimmt die Chemie zwischen beiden und der Verdienst, den Du selbst bestimmen kannst.
Wie erkenne ich den Kunden?
Wahrscheinlich wird sich schon eine gewisse Anzahl von Schreiberlingen auf einer Contentplattform tummeln. Es würde mit dem Teufel zugehen, wenn Du als Einziger mit dem Kunden Probleme hast, es wird auch noch andere Autoren geben die eine Zusammenarbeit mit dem Kunden ablehnen, wenn es noch andere Texte gibt.
Daher nicht gleich freuen, wenn da zum Wochenende wieder ein paar Texte drin stehen. Beobachte täglich die Plattform, dann wirst Du sehen, welche Texte im Prinzip nicht unbedingt schlecht sind, aber schon förmlich von der Plattform schreien: „Bitte erlöse mich.“ Hier sollte man dann auch die Finger davon lassen, das bringt nur Ärger und für das Kleingeld ist es die Mühe nicht wert.
SEO-Texte:
Ein ganz heißes Eisen. Stelle dir einmal vor, du schreibst deiner Oma einen Brief, in dem 10 bis 15 mal steht: „Onkel Hans ist krank“. Da würde sogar die 94 jährige Oma, denken, den Buben hat es jetzt erwischt.
Es gibt viele Neukunden, die von dem Geschäft nichts verstehen, weder von einer sinnvollen Textlänge noch von der Keyword-Anzahl. Sie verstehen wenn überhaupt nur ihr Geschäft. Hier treffen aber zwei Paar verschiedene Schuhe aufeinander. Ich kann schon in meinem Business gut sein, habe aber von Werbung und Texten keine Ahnung. Auf der anderen Seite ist die Online-Firma oder sonstige Firma so klein, dass sie sich keinen guten Texter leisten kann. Schon landen diese Leute bei einer Content-Firma und hoffen, mit billigen Texten bald in die Riege einer angesehenen Firma aufsteigen zu können. Bei einigen Kunden könnte man an der Art und Schriftform bei Änderungen auch leicht denken, es handelt sich hier um den Vorstandsvorsitzenden von Unilever. Man muss sich über diese Typen auch nicht ärgern, denn die Meisten sind auch rechtzeitig wieder verschwunden vom Markt der Content-Bühne.
Wenn eine Recherche im Internet über das Thema schon mehr als 4 Seiten lang ist, kann dabei nie ein guter Text mit einer Länge von 300 Worten herauskommen. Das führt unweigerlich zu einer Änderung.
Texte mit 10 verschiedenen Keywörtern in einer Anzahl von 10 bis 15 Mal pro Text können nie zu einem guten Text führen, der auch vom Kunden gelesen wird. In der Regel werden derart sinnlose Texte sofort weiter geklickt. Viele Kleinunternehmer haben aber noch nicht begriffen, dass der Kunde und nicht die Suchmaschine das Geld bringt. Daher ist auch die Fluktuation der Kunden in diesem Bereich sehr hoch. Studien haben ergeben, dass zum Beispiel eine Speisenkarten-Tafel mit 20 eng geschriebenen Speisenangeboten nicht den Mehrumsatz fördert. Eher zum Weitergehen anregt, da das menschliche Auge nur rund 30% der Speisen wahrnehmen kann und der Gast sich nicht so schnell für ein Gericht entscheiden kann. Ähnlich verhält es sich auch mit den SEO-Texten. Ein schlechter Text mit zu viel Keywörtern wird einfach weiter geklickt und nicht gelesen.
Es lohnt sich auch nicht, in irgendeiner Form die Content-Firma zu konsultieren. Wenn einer Firma ein 20 Euro Kunde wichtiger erscheint als ein guter Autor, ist es so ähnlich, als wenn Du deiner Katze das Sprechen beibringen willst. Es muss schon sehr schwierig sein, zu begreifen, dass der Kunde wenig nützt, wenn es keine guten Autoren gibt.
Man könnte jetzt meinen, dass bei der Abstufung von 2 bis 5 die unteren Kategorien nicht so wichtig sind. Daran erkennt man doch schon mal den Schwachsinn. Es mag ja richtig sein, dass auch einige Kleinunternehmer nur über ein schwaches Budget verfügen. Es ändert aber doch nichts an der Tatsache, dass der Text auf Stufe 2 oder 3 auch im Bereich der Grammatik und Rechtschreibung nach Möglichkeit fehlerfrei sein sollte.
Das scheint bei dieser Kategorie nicht so wichtig zu sein, es sei denn, der Kunde kann selbst keinen Text schreiben und nimmt den Text der unteren Kategorie nur als Vorlage. Das wäre noch verständlich, rechnet man allerdings dann den eigenen Einsatz hinzu, ist es sicherlich kaufmännisch billiger, den Text gleich auf Stufe 4 schreiben zu lassen. Mit einem billigen und fehlerhaften Text wird keiner seinen Umsatz fördern. Das mag vielleicht im Ausland funktionieren, wo die Übersetzungen sowieso zum Teil kaum verständlich sind, aber nicht im deutschsprachigen Raum. Dann lese ich Text für: „Wissenschaftliche Ausarbeitung“.
Hört sich ja gut an, aber für 14 Euro einen guten wissenschaftlichen Text zu schreiben, grenzt schon fast an eine Beleidigung für den Autoren. Auch hieran lässt sich die Einstellung vom Kunden zum Autor leicht erkennen.
Das wäre so ähnlich, als wenn der zwei Sterne Koch Volker Rosin bei mir einen Abend für 20 Euro kochen soll. „Kaum vorstellbar“.
Wenn Du alle diese Erfahrungswerte richtig einsetzt, wirst Du sicherlich dort nicht reich, aber für ein Mc Donald Menü zu zweit, wenn Du fleißig bist, wird es reichen. Du musst einfach nur einen Text nach diesen Kriterien schreiben, dann musst Du dich nicht ärgern und hast auch kaum Änderungen.
Jede sinnlose E-Mail mit der Content-Firma ist verlorene Zeit, in der Du schon einen neuen Text schreiben kannst. Auch wenn viele dieser Firmen es nicht wahr haben wollen, Sie sind nur Vermittler in diesem Spiel und bekommen dafür eine Provision. Du bist freier Schreiberling und niemand hat Dir etwas zu diktieren, oder zu bestimmen. Wenn Du erst einmal ein paar Texte geschrieben hast, wirst Du schnell merken, dass auch noch andere Aufgaben auf Dich warten.
Auszahlung ab 10 Euro am selben Tag?
Das wäre für mich schon ein Fall für einen Abmahnverein.
Gesetzt der Fall, Du hast am Mittwoch 10 € geschrieben. Der Text steht zur Abnahme am Donnerstag um 15:00 Uhr. In diesem Fall muss der Kunde den Text innerhalb von 3 Tagen annehmen.
Rein rechnerisch ergibt sich folgendes Muster: Donnerstag der erste Abnahmetag 15:00 Uhr, Freitag der zweite Abnahmetag. Sonn-und Feiertage zählen nicht, somit ist Montag 15:00 Uhr der dritte fällige Abnahmetag. Genau zu diesem Zeitpunkt wird Dir dann das Geld gutgeschrieben, wenn der Kunde den Text nicht schon vorher abnimmt. Rechnet man dann noch einmal zwei Tage für die Überweisung, denn es ist ja nicht sicher, dass der Betrag auch noch am Zahltag zur Bank überwiesen wird, so kommt man auf eine Laufzeit von mindestens 7 Tagen. Wer also schnell einmal als Schüler knapp bei Kasse ist und das Geld benötigt, wird in 7 Tagen wohl bei diesem System verhungert sein. Wenn Du natürlich 100 € auf dem Content-Konto zur Verfügung hast, kannst Du natürlich jeden Tag 10 € abrufen. Aber wer macht so was?
Wer glaubt, sich damit eine Existenz aufbauen zu können, würde wahrscheinlich mit betteln in einer Großstadt mehr verdienen. Bei einigen Schreiberlingen soll der Glaube ja auch Berge versetzen, daher die vermeintlichen Erfolge. Nur wenn ich in der Content-Schreiberei so gut bin, dass ich auf Beträge über 1000 Euro im Monat komme, würde diese intelligente Person „Typ Einstein“ sicherlich woanders 3000 € und mehr verdienen.
Fazit:
Wer nach diesem Muster sich ein paar Euro mit der Schreiberei verdienen möchte, macht keine Fehler. Im Gegensatz zu vielen anderen Geschäftsmethoden online im Internet, sind die Content-Firmen zumindest in finanzieller Hinsicht überaus korrekt. Das Geld ist sofort auf dem Konto und auch die Abrechnung gestaltet sich einwandfrei.
Alles im Leben hat seine Vor- und Nachteile, man muss sie nur kennen.
Es ist auch kein Problem sich bei verschiedenen Firmen kostenlos einzuloggen, um deren Format einmal zu testen. Du unterschreibst bei keiner Firma einen Vertrag und kannst jederzeit wechseln. Der Verdienst ist bei allen fast identisch.
Interessant ist, wenn Du ein bis zwei Probetexte schreibst und diese Texte den Content-Firmen zur Verfügung stellst. Zeichnen sich hier Unterschiede in der Bewertung ab, schreibst Du erst einmal für die Firma mit der besten Bewertung.
Auch wenn die Texte Dir nach der Bezahlung nicht mehr gehören, lege sie alle fein säuberlich ab. Die Texte, die Du nicht geändert hast, kann vielleicht mal ein anderer gebrauchen, da es immer noch dein Text ist. Der Rest lässt sich auch noch entsprechend verändern und wieder verwerten. Ein guter Koch schmeißt auch nichts weg! Der Rest wird mit der Zeit Routine.
Wenn Träume war werden, dann sicherlich nicht bei einer Content-Agentur.
Ich habe lange an dem Text gefeilt und denke, dass ich nichts Wesentliches vergessen habe.
Der Text soll auch keine Anklage sein, sondern lediglich ein Leitfaden für neue Autoren.
einstein172 - 14. Jul, 12:36